Holzkohlegrill oder Gasgrill?

Die Glaubensfrage rund ums Grillen

Sommerzeit ist Grillzeit und wer einen neuen Grill benötigt, steht vor der Frage, ob er sich für einen Gasgrill oder doch wieder für einen herkömmlichen Holzkohlegrill entscheiden soll. Profis raten heutzutage vermehrt dazu, dass ein Profi-Gasgrill eine gute Alternative ist. Aber selbst Grillfreunde diskutieren gerne am Grillrost über dieses Thema und welche Unterschiede zwischen beiden Varianten vorhanden sind.

Der Holzkohlegrill

Echte Kenner und Grillfreunde lieben den typischen, rauchigen Geschmack, wie er nur mit einem Holzkohlegrill möglich ist. Jedoch hat der Spitzenkoch Johann Laffer in einer Blindverkostung den Test mit Fleisch durchgeführt, das auf dem Gasgrill sowie auf dem Holzkohlegrill zubereitet wurde. Das Ergebnis: tatsächlich hat niemand es geschafft, den Unterschied herauszuschmecken. Daher ist das vielgerühmte Aroma nicht in jedem Fall gültig. Worüber es sich jedoch sicher nicht streiten lässt, ist die Tatsache, dass ein Holzkohlegrill eine höhere Hitzeentwicklung vorweisen kann. Dies ist vor allem dann der Fall, wenn keine herkömmliche Grillkohle, sondern Grillbriketts verwendet werden. Bei einem geschlossenen Grill, wie dem Kugelgrill, wäre dann sogar ein Überbacken des Grillguts möglich. Wer an einem Grillabend den Holzkohlegrill „anschmeißt“, muss Zeit mitbringen. Bis das Grillgut auf das Rost gelegt werden kann, vergehen in der Regel zwischen 20 und 30 Minuten. Echte Grillfreunde verbringen die Wartezeit traditionell mit einem Plausch und einer Flasche Bier. Dauert der Grillabend jedoch länger, dann muss die Glut nach etwa zwei Stunden neu befeuert werden.

Der Gasgrill

Mit dem Gasgrill ist es möglich, auch mal ganz spontan einen Grillabend zu eröffnen, denn es muss lediglich das Ventil der Gasflasche aufgedreht werden, eine Taste drücken und schon springen die Brenner an. Bereits nach fünf Minuten kann das erste Stück Fleisch auf das Rost gelegt werden. Ebenfalls lässt sich mit einem Gasgrill die Temperatur sehr fein regeln, so dass auch ein langsameres Garen mit einer geringeren Temperatur möglich ist. Gegrillt werden kann so lange, wie Gas in der Flasche ist. Daher sollte immer eine Reserveflasche griffbereit sein, damit das Vergnügen kein jähes Ende nimmt. Da es bei Gas keinen Rauch gibt, kann ein Profi-Gasgrill problemlos zu jeder Zeit und ohne Geruchsbelästigung der Nachbarn genutzt werden. Auch der gesundheitliche Aspekt rückt für viele Menschen immer mehr im Vordergrund, denn bei einem Gasgrill verbleiben keine krebserregenden Rußrückstände am Grillgut. Der Geschmack steht, bei gut gegrilltem Fleisch, dem eines Holzkohlegrills in nichts nach. Wer aber dennoch nicht auf das, für viele urtypische, Holzkohle-Aroma verzichten möchte, kann auch spezielle Holzchips in den Grill legen. Diese stammen in der Regel von Obstbäumen und befinden sich in einer Alutüte, die lediglich vorab mit einer Gabel perforiert werden muss.

One Response to “Holzkohlegrill oder Gasgrill?”

  • Stef says:

    Ich muss sagen ich kann geschmacklich keinen Unterschied zwischen meinem Gasgrill und dem alten Holzkohlegrill fesstellen. Allerdings ist die Vorbereitungszeit deutlich kuerzer und es gibt kein Quaengeln weil das Feuer wieder nicht so will wie es soll.

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